Buntes Feuerwerk

Vorsätze für das neue Jahr

Jahresrückblick

Am Ende des letzten Beitrages hatte ich dich gefragt, ob du schon Resümee gezogen hast über dein Jahr 2019. Bestimmt blicken viele Leute in diesen Tagen auf das zurück, was das Jahr für sie an positiven und negativen Dingen bereithielt. Zwingend notwendig ist das natürlich nicht und so richtig bewusst habe ich es dieses Jahr auch noch nicht getan, aber generell finde ich es nicht schlecht, ab und zu inne zu halten und Bilanz zu ziehen. Ich denke, das ist wichtig um zu verhindern, dass man eines Tages aufwacht und sich fragt, womit man eigentlich sein ganzes bisheriges Leben verbracht hat.

Gerade vor dem Jahreswechsel war ich in den letzten Jahren immer wieder melancholisch und habe an meine Fehler, verpasste Chancen und unerfüllte Hoffnungen gedacht. Ich hoffe, dass bei dir dieses Jahr die positiven Erinnerungen überwiegen. Aber vielleicht hast du auch viele negative Stimmen im Kopf, die dir einflüstern, dass du deine eigenen Erwartungen nicht erfüllen konntest, wieder mal deinen Vorsätzen nicht treu geblieben bist oder deine Ziele nicht erreicht hast. Oder du fragst dich, wie du das wohl alles schaffen sollst, was du dir für das neue Jahr vorgenommen hast.

Feuerwerk

Stimmen über uns

Die amerikanische Sängerin Lauren Daigle hat ein Lied geschrieben, welches meiner Meinung nach sehr gut zu diesem Thema passt. Es heißt „You Say“ und beschreibt, warum wir nicht auf die Stimmen hören müssen, die uns sagen, dass wir nicht gut genug sind. Hier eine freie Übersetzung des Liedes:

Du sagst

Immer wieder kämpfe ich gegen Stimmen in meinem Kopf, die mir sagen, dass ich nicht genug bin. Ich kämpfe gegen jede einzelne Lüge, die mir sagt, dass ich niemals den Anforderungen genügen werde. Bin ich mehr als nur die Summe aller meiner Höhen und Tiefen? Erinnere mich noch einmal daran, wer ich bin, denn ich muss es wissen.

Du sagst mir dass ich geliebt werde, wenn ich gar nichts fühlen kann. Du sagst mir, dass ich stark bin, wenn ich denke, ich sei schwach. Du sagst mir, dass ich gehalten werde, wenn ich versage. Wenn ich nicht dazugehöre, sagst du mir, dass ich Dein bin. Und ich glaube, oh ja ich glaube, dass das stimmt, was Du über mich sagst.

Das Einzige, was jetzt zählt, ist, was Du von mir denkst. In Dir finde ich meinen Wert, in Dir finde ich meine Identität. Du sagst mir, dass ich geliebt werde, auch wenn ich gar nichts fühlen kann. Du sagst mir, dass ich stark bin, gerade wenn ich denke, ich sei schwach. Du sagst mir, dass ich gehalten werde, wenn ich mich unzureichend fühle. Wenn ich nicht dazugehöre, sagst Du mir, dass ich Dein bin. Ja, ich glaube dem, was Du über mich sagst.

Ich nehme alles, was ich habe und lege es Dir jetzt zu Füßen. Du nimmst mir jedes Versagen, Gott, und Du wirst den Sieg über alles erringen. Du sagst mir, dass ich geliebt werde, wenn ich gar nichts fühlen kann. Du sagst mir, dass ich stark bin, wenn ich denke, ich sei schwach. Du sagst mir, dass ich gehalten werde, wenn ich hinter den Erwartungen zurückbleibe. Wenn ich nicht dazugehöre, sagst Du mir, dass ich Dein bin. Und ich glaube dem, was Du über mich sagst. Oh ja, ich glaube dem, was Du über mich sagst. Ich glaube.

Gottes Stimme

Manchmal schadet es sicher nicht, ganz klar zu erkennen, wo man vom Weg abgekommen ist und Gefahr läuft, das eigene Ziel zu verfehlen, oder wo man einen Fehler begangen hat und an einem anderen Menschen schuldig wurde. Schließlich heißt es nicht umsonst „Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung“. Doch oft genug schenken wir auch den negativen Stimmen über uns Glauben, die gar nicht der Wahrheit entsprechen. Das können Gedanken sein, die wir selbst über uns haben, aber auch Dinge, die andere Menschen über uns sagen. Immer wieder ertappe ich mich dabei, dass ich mich sogar schon wegen etwas verrückt mache, was andere nur denken könnten, ohne überhaupt zu wissen, ob sie das auch tatsächlich tun.

Wie befreiend ist es da, das zu erfahren, was Lauren singt. Zu wissen, dass da jemand ist, der mich liebt, obwohl er mich durch und durch kennt und sich aller meiner Fehler und Schwächen bewusst ist. Gottes Blick auf jeden Menschen ist ein liebender Blick. Er liebt uns innig und genau so, wie wir sind. Er erwartet nicht, dass wir uns verändern, damit er uns lieben kann, sondern er liebt uns sowieso und von Anfang an. Und wenn wir ihm zuhören, ist es auch genau das, was er uns sagen möchte.

Jeremia 29,11

Mein Vorsatz für 2020

Daher ist mein Vorsatz fürs neue Jahr, mich weniger von den Stimmen in meinem Kopf oder von dem, was andere über mich sagen, beeinflussen zu lassen. Wieso sollte ich auf etwas hören, das mich nur stresst, runterzieht und demotiviert?  Zum Glück können wir selbst entscheiden, welcher Stimme wir in unserem Leben Gewicht geben möchten.

Hiermit beschließe ich, dem Vertrauen zu schenken, der weiß, wer ich bin, der mich in meiner Identität stärken will, der mich hält und der mich liebt. Gott sagt mir, dass ich stark genug bin, um alles zu schaffen, was im neuen Jahr an Herausforderungen auf mich zukommen wird. Er wird mir Gesellschaft leisten, wenn ich mich einsam fühle, mir Trost spenden, wenn ich traurig bin und mir Halt geben, wenn ich mich verloren fühle. Er wird sich aber auch mit mir freuen, mich auf die schönen Seiten des Lebens aufmerksam machen, meine Erfolge mit mir feiern und in fröhlichen Momenten herzhaft mit mir lachen.

Geschichte schreiben

Und wenn ich mal das Gefühl haben sollte, von all den Erwartungen an mich erdrückt zu werden, weiß ich, dass ich einfach nur zu Gott kommen und mich unter seinen liebevollen Blick stellen muss. Dann wird er mir zeigen, dass ich sein einzigartiges Kind bin und dass es durchaus seine Berechtigung hat, dass jeder Mensch verschieden ist. Gott möchte unsere ganz individuellen Stärken und auch Schwächen nutzen, um mit jedem von uns eine andere Geschichte zu schreiben. Das macht mich frei davon, dem genügen zu wollen, was andere über mich denken oder von mir erwarten (könnten). Gottes liebevoller Blick ermuntert mich, mich weiter auszuprobieren und die Stärken, die ich an mir entdecke, einzusetzen. Zu wissen, dass er bei mir ist, komme was wolle, macht mich vorfreudig gespannt auf nächstes Jahr.

Ich wünsche dir, dass du auch voller Hoffnung und Zuversicht ins neue Jahr blicken kannst. Egal, ob du an Gott glaubst oder nicht, er ist bei dir und hilft dir gerne, wenn du ihn darum bittest. Und ich würde dir natürlich auch sehr gerne bei deiner Sinnsuche helfen. Falls du eine Frage hast oder dir wünschst, dass sich einer meiner nächsten Blogbeiträge einem ganz bestimmten Thema widmet, schreib‘ mir gerne einen Kommentar oder eine E-Mail!

Frohes Jahr 2020!
Alles Gute fürs neue Jahr
Deine Katrin

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